Gedanken in der Nacht vor dem Rennen

Gedanken in der Nacht vor dem Rennen

Bei facebook steht zum Beginn eines neuen Eintrages: „Was machst Du gerade?“ Ich mache gerade das nicht, was ich jetzt vernünftigerweise tun sollte… Schlafen. Es ist gerade 3 Uhr nachts Ortszeit, vor 3 Stunden habe ich mich hingelegt um zu schlafen – das funktionierte leider nur für weniger als 3 Stunden. Doch jetzt bin ich hellwach, verschiedenste Gedanken sausen in Sekundenbruchteilen durch den Kopf, keine klaren Ideen, wirres Zeug, nichts Greifbares. Es sind noch 33 Stunden bis zum Start, nichts Grundsätzliches kann jetzt noch beeinflusst werden. Und eben auch nicht diese Aufregung. Die einzige für mich vorbestellbare Hilfe ist der Start, der lang ersehnte Start beim Race across America – dem härtesten Radrennen der Welt. Interessanterweise spüre ich bereits jetzt die Härte des Rennens. Wird das noch anders werden? Die Entscheidung darüber kann nur der eigene Kopf treffen und hier fühle ich mich – eigentlich – stark und gut vorbereitet. So werde ich mich zwangsläufig darauf verlassen müssen – noch 32 Stunden und 30 Minuten… Sebastian